Schmerztherapie, Parkinsontherapie, New

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Medizinische Innovation beginnt nicht immer mit einem neuen Wirkstoff. Manchmal liegt der entscheidende Fortschritt darin, ein bereits bekanntes Medikament auf eine bessere Weise freizusetzen.

Zwei aktuelle Beispiele sind retardiertes Pregabalin bei neuropathischen Schmerzen und IPX203, eine verlängert freisetzende Kombination aus Carbidopa und Levodopa zur Behandlung der Parkinson-Krankheit.

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Neuropathische Schmerzen können sich brennend, elektrisierend, stechend oder als ungewöhnliche Berührungsempfindlichkeit äußern. Häufig werden sie nachts besonders belastend und beeinträchtigen sowohl den Schlaf als auch die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag.

Retardiertes Pregabalin wird einmal täglich nach einer vollständigen Abendmahlzeit eingenommen. Durch seine gastroretentive Formulierung verbleibt die Tablette länger im Magen und setzt den Wirkstoff über etwa 24 Stunden schrittweise frei.

Das Ziel ist nicht unbedingt eine stärkere, sondern eine gleichmäßigere Wirkung: eine stabilere Schmerzkontrolle, eine einfachere Einnahme und bei geeigneten Patientinnen und Patienten möglicherweise weniger Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsprobleme.

Levodopa bleibt das wirksamste Medikament zur Behandlung der motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit. Im Verlauf der Erkrankung kann seine Wirkung jedoch kürzer und weniger vorhersehbar werden. Dadurch entstehen zunehmend Wechsel zwischen Phasen guter Beweglichkeit, der sogenannten ON-Zeit, und Phasen, in denen die Symptome zurückkehren, der sogenannten OFF-Zeit.

IPX203 kombiniert eine sofort freisetzende mit einer verlängert freisetzenden Komponente aus Carbidopa und Levodopa in einer Kapsel. Spezielle Pellets sollen länger im Bereich des oberen Dünndarms verbleiben, wo Levodopa aufgenommen wird.

Dadurch kann die Wirkung zwischen den einzelnen Einnahmen möglicherweise länger anhalten und die Zahl der täglichen Levodopa-Einnahmen bei manchen Betroffenen reduziert werden.

Keine der beiden Formulierungen ist automatisch für alle Menschen besser geeignet. Entscheidend bleiben Dosierung, Einnahmezeitpunkt, Mahlzeiten, Verträglichkeit und das individuelle Beschwerdebild.

Manchmal bedeutet Fortschritt ein neues Medikament.
Manchmal bedeutet er, einem bekannten Wirkstoff eine durchdachtere Wirkung zu ermöglichen.

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob eine dieser Formulierungen Ihre Lebensqualität verbessern könnte.

https://www.coliquio.de/content/neurologie/ipx203-praxiserfahrung-usa-54983?src=0_nl_sm_0&uac=113573AZ&sso=true

https://www.coliquio.de/content/neurologie/pregabalin-schmerzfrei-durch-nacht-55043?src=0_nl_sm_0&uac=113573AZ&sso=true

Täglich erscheinen weltweit tausende wissenschaftliche Publikationen – jede mit neuen Erkenntnissen, klinischen Verfeinerungen oder unerwarteten Entdeckungen. In einem so sensiblen und entscheidenden Fachgebiet wie der Neurochirurgie ist es nicht nur eine berufliche Pflicht, sondern auch ein Versprechen gegenüber den Patienten, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Bei J’Arcadia’N habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, neue Veröffentlichungen kritisch zu prüfen und ausgewählte Informationen weiterzugeben, die für meine Patienten von Nutzen sein könnten. Dieser Abschnitt bietet Ihnen:

  • Highlights aus zentralen neuen Studien mit klinischer Relevanz für den Alltag
  • Hinweise zu anstehenden Seminaren oder Kleingruppensitzungen, in denen ich ausgewählte medizinische Themen in klarer, patientenfreundlicher Sprache vorstelle
  • Gelegentliche praktische Tipps, die Ihre Lebensqualität unterstützen können
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Ein Beispiel: Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass eine frühe hoch dosierte Vitamin-D-Supplementierung die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) reduzieren kann. Diese neuen Erkenntnisse stammen sowohl aus kontrollierten Studien als auch aus unabhängigen Übersichtsarbeiten:

🔗 High-Dose Vitamin D Curbs Disease Activity in Early MS – Medscape Neurology

Solche Studien erinnern uns daran, dass selbst bescheidene Maßnahmen – wie die Korrektur des Vitamin-D-Spiegels – bedeutende Auswirkungen haben können, wenn sie evidenzbasiert erfolgen. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine unkontrollierte Selbstmedikation mit hoch dosiertem Vitamin D zu einer Vitamin-D-Vergiftung führen kann. Daher empfehle ich dringend die Rücksprache mit Ihrem Arzt sowie eine labormedizinische Bestimmung Ihres Vitamin-D-Spiegels vor Beginn einer Supplementierung.

🔗 Weiterführend: Vitamin-D-Vergiftung – Medscape (Deutsch)

Und manchmal kann auch ein kleines Dokument einen großen Unterschied machen:

Wenn Sie oder ein Angehöriger mit Parkinson leben, empfehle ich, bei Reisen den Parkinson-Pass mitzuführen. Dieser wurde von der European Parkinson’s Disease Association (EPDA) entwickelt und hilft, in Notfällen wichtige medizinische Informationen zu übermitteln – und gibt Sicherheit, auch fern von Zuhause.

🔗 Parkinson’s Passport – EPDA

Denn das richtige Wissen, zur richtigen Zeit, kann Leben verändern.

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